Ein Award aus den USA: Forschungsbehörde NOAA  nutzt unsere Daten!

© 1995 -  2016 / C.-J. Bautsch  / 9. Mai 2016

 

26 Jahre Wetterbeobachtung an der Schule
  Wetterstation am Gymnasium Ohmoor  

Standort:

Hamburg - Niendorf

 

 

Vor dem Verwaltungsgebäude der Schule steht unsere Wetterstation für die Arbeit im GLOBE - Projekt.
Seit Mai 2013 nehmen wir am Netzwerk "Schüler werden Klimabeobachter" teil.

Klimadatenvergleich HH-Fuhlsbüttel
mit dem Witterungsverlauf von 2015

Der Jahresrückblick 2015

- Erarbeitet von A. Zahrte und C. Bautsch mit der Klasse 9c/d (Geographie) im Mai 2016 -

Das Jahr 2015 war ein zu warmes, aber nicht das wärmste Jahr unserer Messungen seit 26 Jahren. Mit einer Durchschnittstemperatur von  10,32°C lagen wir 1,32°C über dem langjährigen Mittel der nahen Messstation am Flughafen. Es gab 21 Tage mit Frost und nur einen Eistag, bei dem die Temperatur nicht über 0°C anstieg. Das Minimum lag nur bei minus 4,6 Grad, ein milder Winter also. Wir hatten aber auch 19 Sommertage mit über 25°C. An unserer Station wurden jedoch nur 3 Hitzetage, mit über 30 Grad registriert, nicht gerade ein Rekord-Sommer. Das Maximum lag bei 36°C. Tropische Nächte, mit einen Temperatur Minimum von 20 Grad, hatten wir vier, was für unsere Region relativ viel ist. Der wärmste Monat war der August mit 18,86°C, der kälteste  mit 2,52 Grad der Februar .

Im Vergleich zu den Nachbarstationen am Gymnasium Dörpsweg (2,59Km südwestlich), Flughafen (2,09 Km östlich), Gymnasium Buckhorn (12,9 Km nordöstlich),  und dem Umweltzentrum Gut Karlshöhe  (9,98Km südöstlich) zeigen sich erwartungsgemäß nur geringe Unterschiede. Auch dort wurden 2015 keine Klimarekorde gemessen. Am Flughafen wurden 0,21°C weniger ermittelt. Am Gymnasium Buckhorn waren es nur 0,01 Grad weniger, also fast identische Messwerte. Karlshöhe war mit 10,09°C am kältesten (Text: Esra Ucar).

Der Regenmesser sammelte insgesamt  565mm Niederschlag. Das ist außergewöhnlich wenig. Leider gab es im Herbst eine Störung am Regenmesser, so dass diese Zahl unsicher ist. Auffällig sind die extrem warmen und nassen Monate November und Dezember, was deutlich im Witterungsdiagramm oben rechts erkennbar ist.

Ein direkter Vergleich unserer Temperaturaufzeichnungen im Jahr 2015 mit denen der nur 2,04 Kilometer weiter östlich liegenden Station am Flughafen Fuhlsbüttel zeigt wieder eine nahezu deckungsgleiche Struktur.

Allerdings messen wir auf unserem eng bebauten Schulgelände im Winter nicht ganz so tiefe Temperaturen am Morgen. Es kühlt also nicht soweit ab. Und bei uns fällt die Mittagshitze höher aus, als auf dem freien Feld des Flughafens. Hier zeigt sich die Wirkung des Mikroklimas, das bei uns von vielen beheizten Gebäuden, den Dachflächen und den versiegelten Böden beeinflusst ist.

<= Vergrößern: anklicken!

 

- Klimabotschafter Klasse 9d/f im Geographieunterricht 2015 -

 Der Klimawandel am Schulstandort

Die Datensammlung wurde im Geographieunterricht der Klassenstufe 9 ausgewertet. Die Schülerinnen und Schüler fassten unsere Temperatur- und Niederschlagsdaten der Jahre 2000 bis 2012 mit einer Tabellenkalkulation  zusammen. Verglichen wurde dann mit der nur einen Kilometer entfernten Klimastation am Hamburger Flughafen (Jahre 1971 bis 2000). Die zeitliche Mitte der beiden Messperioden liegt bei 1985 und dann bei 2006, ist also 21 Jahre auseinander. In dieser Zeit erhöhte sich die Temperatur um 0,75°C und die Niederschläge verminderten sich um 57mm. Auffällig ist dabei der mildere Jahresbeginn, die Trockenheit im Frühjahr und die nasseren Sommermonate Juli und August (s. Diagramm rechts, vergrößern mit rechter Maustaste).

Diese Klimaänderungen haben wir mit der Zunahme der Jahresmitteltemperaturen Richtung Süden in Deutschland verglichen, dem so genannten planetarischen Klimawandel. Als Datengrundlage dienten die Klimawerte von Schleswig, Hamburg, Hannover und Frankfurt. Danach hat sich Hamburg klimatisch betrachtet 268 Kilometer weiter nach Süden verlagert.

Wird das trockenere Landklima weiter östlich betrachtet, so ergibt sich eine Verschiebung um 133 Kilometer, dem peripher-zentralen Klimawandel. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Abnahme der Niederschläge von Bremerhaven über Hamburg nach Berlin zugrunde gelegt. Maßstabsgetreu auf eine Karte gezeichnet, lässt sich insgesamt eine Südostverlagerung bis nach Thüringen konstruieren. Alle Diagramme lassen sich mit der  rechten Maustaste und "Grafik anzeigen" vergrößern.

Wetter Rekorde am Ohmoor:

Den Kälterekord der letzten 22 Jahre gab es am 7. 2. 2012 mit -19°C, der heißeste Tag der letzen 20 Jahre war der 19.7.1999 mit 38°.

Den niedrigsten Luftdruck registrierte die Station am 21.12.2005 mit 974hPa, den höchsten am 8.12.2001 mit 1047hPa.

Den Windgeschwindigkeitsrekord mit 29,8 m/sec hatten wir am 12.10.2004.  Am 22.07.2007 fiel die höchste Regenmenge von 53 l/qm an einem Tag.

Hier noch die Jahresdurchschnittstemperaturen: 1998: 9,5; 1999:10,4; 2000:10,2; 2001:9,4; 2002:9,9; 2003:9,8°C; 2004:9,7°C; 2005:10,0°C; 2006:10,7°C; 2007:10,6°C; 2008:10,5°C; 2009:10,1°C; 2010:8,5°C; 2011:9,4°C; 2012:9,0°C; 2013:8,6°C; 2014:11,2°C; 2015: 10,3

 

Ein Klick auf das Buch führt zu den aktuellen Messwerten: 

Auch auf dem US-Globe-Server (Boulder, Colorado)
findet sich eine aktuelle Datensammlung.

Zum Daten-Download (XLS) auf die Buchsymbole klicken!      

Hier das Jahr 2015

Laufende Daten 2007 

Unser Klimaarchiv: 1998 bis 2014:

Der Excel File enthält alle Messwerten von 7, 14 und 21 Uhr.  (Bewölkung ab 2008)

Datenfile 1998 bis 2006 7/14/21Uhr

Das Klimaarchiv der Jahre 1991 bis 1997:

Diese Datei enthält die Aufzeichnungen der selbstgebauten, elektronischen Wetterstation
 Gemessen wurde täglich um 14 Uhr. (Schülerprojekt 1990)

Datenfile 1991 bis 1997 14Uhr