Gymnasium Ohmoor                   Multimedia-Projekt "Naturschutz für das Ohmoor"                       C.-J. Bautsch 07/2000

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Während der Exkursion zum Untersuchungsgebiet am 18. Mai 2000 wurde nach der Gewinnung von Bodenproben eine kleine "Wetterstation" am zentralen Beobachtungspunkt aufgestellt. Hier erfolgten in den nächsten Tagen von den Teilnehmern Lufttemperatur- und Regenmessungen. Genauso wie die Daten der Wettertstation auf dem Schulgelände wurden diese Werte später an den GLOBE-Server in die USA übertragen.

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Aus dem GLOBE-Server lassen sich dann Diagramme für Vergleiche abrufen. Die Ergebnisse der Diskussion in der Folgestunde blieben unbefriedigend. Die niedrigeren Minimumtemperaturen (Moor = blau, Schulgelände = grau) entsprechen dem puffernden Effekt eines wasserhaltigen Bodens, die Sonne schafft es nicht, solche Oberflächen im Frühjahr schnell zu erwärmen. Andererseits weisen Gebiete ausserhalb der Stadtagglomeration aber auch niedrigere Tageshöchstwerte (rot) auf. Die sind im Moor aber an mehreren Tagen deutlich höher gewesen als an der Schule. Hier muss vermutet werden, dass meßtechnisch-methodische Probleme vorliegen. Das Moor-Thermometer befindet sich nicht in einem Wetterstationsgehäuse, wird also an sonnigen Tagen von der Sonne stärker erhitzt. Das ist ein meteorologisch unzulässiges Verfahren zur Bestimmung der Lufttemperatur. Andererseits trifft die Sonne hier am Messpunkt unmittelbar auf den trockenen Torfboden, der sich natürlich stark aufheizt. In einem natürlichen Moor mit hohem Wassergehalt und hohem Grundwasserstand wäre das nicht möglich.